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Maskottchen 2009: Der Totenkopfschwärmer Totenkopfschwärmer (Acherontia atropos) MerkmaleDie Falter erreichen eine Flügelspannweite von 80 bis 130 Millimetern, eine Körperlänge von ca. 60 Millimetern und einem Körperdurchmesser von 20 Millimetern. Sie sind damit die größten in Europa vorkommenden Schwärmer und gehören zu den größten in diesem Bereich vorkommenden Schmetterlingen überhaupt. Die Vorderflügel sind tiefbraun bis dunkelgrau gefärbt und haben neben mehreren schwarzen, schmalen Binden eine ockergelb und weißlich gefleckte Binde zwischen den ersten beiden Flügeldritteln und einen größeren, gleich gefärbten Fleck nahe den Flügelspitzen. Die Hinterflügel sind orangegelb gefärbt und haben am Außenrand zwei dunkle Binden. Auf dem dicht braun behaarten, blaugrau schimmernden Thorax befindet sich eine ockergelbe, einem Totenkopf ähnelnde Zeichnung, die für den Falter namensgebend war. Der Hinterleib ist schwarz und gelb geringelt, auf der Oberseite ist ein breiter, blaugrauer Längsstreifen sichtbar. Auf der Unterseite sind sowohl der Körper als auch die Flügel überwiegend orangegelb gefärbt, neben dem dunklen Rand und einer dunklen Binde auf den Vorderflügeln sind hier vor allem zwei dunkle Binden auf den Hinterflügeln auffällig. Die Falter haben sehr dicke und verhältnismäßig kurze Fühler und für Schwärmer einen, mit nur ca. 15 Millimetern Länge, nur sehr kurzen Saugrüssel, der aber sehr kräftig gebaut ist.
Unterseite des Falters VorkommenDie Tiere kommen in den Tropen Afrikas, auf Madeira, den Azoren, den Kanaren und in den südlichen Bereichen Südeuropas bis in den Osten in den Iran vor, sie fliegen aber in Mittel- und sogar in Nordeuropa bis nach Island als Wanderfalter ein. Sie haben nur geringe Ansprüche an das bewohnte Biotop, in Europa findet man sie meistens in offenen, warmen Gegenden mit geringer Seehöhe. türkisfarbene Raupe LebensweiseDie Falter ernähren sich von Honig, den sie direkt in Bienenstöcken stehlen. Sie werden beim Eindringen in den Stock von den Bienen nicht erkannt, was wahrscheinlich darauf zurückzuführen ist, dass sie einen den Bienen vertrauten Geruch haben. In einer Studie konnte nachgewiesen werden, dass der Duftstoff der Honigbienen und der der Totenkopfschwärmer vier Hauptverbindungen gemein haben. Diese Verbindungen konnten auch bei Schwärmern isoliert werden, die bislang noch keinen Kontakt mit einem Bienenvolk hatten, was ein starkes Indiz dafür ist, dass die Schwärmer die Duftstoffe selbst erzeugen können. Es kann daher als weitgehend gesichert gelten, dass Totenkopfschwärmer die Bienen täuschen, indem sie sich mit einem Duft tarnen, der dem Duft der Honigbienen gleicht. gelbe Raupe des Totenkopfschwärmers Nahrung der RaupenDie Raupen ernähren sich besonders von Kartoffelpflanzen (Solanum tuberosum) und von anderen Nachtschattengewächsen wie z. B. von Bittersüßem Nachtschatten (Solanum dulcamara), Lycium europaeum, Gemeinem Bocksdorn (Lycium barbarum), Stechäpfeln (Datura), Schwarzer Tollkirsche (Atropa belladonna) und Virginischem Tabak (Nicotiana tabacum), aber auch von Gewöhnlichem Liguster (Ligustrum vulgare), Gemeinem Flieder (Syringa vulgaris), Oleander (Nerium oleander), Gemüsekohl (Brassica oleracea) und anderen Pflanzen.
TriviaIn dem Film "Das Schweigen der Lämmer" wird eine Puppe des Totenkopfschwärmers im Mund einer Wasserleiche gefunden. Die Puppe wird im Film als Acherontia styx bestimmt, die später gezeigten Imagines sind allerdings Acherontia atropos.
Einen Vollständigen Artikel zum Totenkopfschwärmer findest du bei Wikipedia |
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